Aktuelles

Evangelische Kirchengemeinde Ehningen

www.evangelische-kirche-ehningen.de


Kontakte der evang. Kirchengemeinde siehe unter Kontakte/Adressen im Menü


Der Wochenspruch KW 3 steht im Johannesevangelium 1,16:
Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.


Der Wochenspruch KW 4 steht im Lukasevangelium 13,29:
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.


Gottesdienst Sonntag, 17. Januar 2021

10:00 Uhr  Pfarrer Martin Süßer, Musik: Kantor Hartmut Becker

               Das Opfer an diesem Sonntag erbitten wir für den Besuchsdienst

Gottesdienst Sonntag, 24. Januar 2021

10.00 Uhr   Gottesdienst mit Verabschiedung von Jugendreferentin

                Frau Senta Hagmayer-Berner (Pfr. Robert Ziegler/Pfr. Martin Süßer)

                Musikalisch gestaltet die Band den Gottesdienst

                Das Opfer an diesem Sonntag erbitten wir für die KU3 Fortbildung

Liebe Gemeinde,
da wir davon ausgehen, dass viele diesem Gottesdienst beiwohnen möchten, um die Arbeit von Frau Hagmayer-Berner wertzuschätzen, bitten wir Sie, sich zu diesem Gottesdienst anzumelden. Diese Maßnahme ist notwendig, da die Plätze in unserer Kirche Pandemie bedingt, begrenzt sind. Melden Sie sich bitte bis Freitagabend, 22. Januar 18.00 Uhr im Pfarrbüro unter der Tel. 5305 oder auch gerne per Mail pfarramt.ehningen-west@elkw de, an.


Infektionsschutz in unseren Gottesdiensten

Wir bitten Sie, einen Mund- und Naseschutz mitzubringen und diesen beim Betreten und Verlassen der Kirche und während des gesamten Gottesdienstes zu tragen.

Um den Mindestabstand von zwei Metern für Personen einhalten zu können, die nicht im gleichen Haushalt leben, haben wir 44 Sitzplätze zu ebener Erde ausgewiesen. Im Bedarfsfall stehen weitere Sitzplätze auf der Empore zur Verfügung. Der Begrüßungsdienst zeigt Ihnen, wo Sie sitzen können.

Wir feiern den Gottesdienst in verkürzter Form (ca. 35 bis 45 Minuten). Wegen der aktuellen Situation können wir bis auf weiteres nicht gemeinsam singen und müssen Ihre Kontaktdaten erheben.

Wir bieten die Möglichkeit zum Desinfizieren der Hände.


Plakataktion

#beziehungsweise: Jüdisch und christlich – näher als du denkst

Liebe Ehninger*innen, vielleicht ist Ihnen in unserem Schaukasten an der Hildrizhausener Straße unterhalb der Kirche ein Plakat zum Thema der Überschrift aufgefallen.

Angesichts wachsender antisemitischer Haltungen in Wort und Tat ist es wichtig sich damit auseinanderzusetzen, dazu Stellung zu beziehen. Es ist ermutigend zu sehen, wie viel Bereitschaft es gibt, sich diesem Phänomen entgegen zu stellen – das ist nicht nur für die direkt betroffenen jüdischen Mitbürger*innen wichtig, sondern genauso für das demokratische Wesen der Gesellschaft, deren Teil wir in unserer Kirche und unserer Gemeinde sind.

Für das Jahr 2021 bieten sich zwei Anlässe an, sich mit diesem Thema zu beschäftigen: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und diese Plakatkampagne.

Dieses Festjahr wird bundesweit begangen mit vielen Veranstaltungen auch in Württemberg. Lebendig und interessiert, selbstbewusst und auf Zukunft ausgerichtet – so wollen sich die jüdischen Gemeinden präsentieren. Eine Einladung, ein Jahr mit vielen Gelegenheiten zu erkunden, was es bedeutet, als Jude oder Jüdin heute und hier zu leben. Nähere Informationen und Veranstaltungshinweise finden Sie unter https://www.1700jahre.de/  und unter https://2021jlid.de/.

 

Parallel zum Festjahr haben Gemeinden, Schulen und Einrichtungen in Württemberg die Möglichkeit, sich an der Plakatkampagne #beziehungsweise zu beteiligen.

Wir, als Kirchengemeinde Ehningen beteiligen uns an dieser Plakatkampagne im Schaukasten und im Mitteilungsblatt.

Durch das ganze Jahr hindurch bieten sich Gelegenheiten, zentrale Inhalte, Feste und Bräuche der eigenen und der anderen Tradition ins Verhältnis zu setzen. Eine Website, die über einen QR-Code auf den Plakaten einfach per Smartphone aufgerufen werden kann (Website https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de), stellt Informationen bereit: Wie erklärt eine jüdische Expertin ihr Verhältnis zur Bibel; wie feiert man Purim? Entsprechend finden sich auch Erläuterungen der christlichen Begriffe und ein Fachgespräch, in dem Berührungspunkte und Besonderheiten deutlich werden –sodass eine vertiefte Selbstwahrnehmung im Spiegel eines gewachsenen Verständnisses der anderen Tradition möglich wird. Die Plakatkampagne möchte die Motive der üblichen Termine aufnehmen und Impulse geben, jüdisches Leben, Riten und Theologie kennenzulernen. In einer respektvollen Bezugnahme auf das Judentum, die zur positiven Auseinandersetzung mit der Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland anregt, will die Kampagne auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus leisten


Januar: Die Freude am Wort Gottes:
B´reschit #beziehungsweise Im Anfang

Eine jüdische Stimme

Im Judentum stellt die Torah den Kern von Gottes Offenbarung am Sinai dar. Der Text der Fünf Bücher Mose ist in 54 Abschnitte eingeteilt, so dass jede Woche etwa drei bis fünf Kapitel gelesen werden. Einmal im Jahr wird die gesamte Torah durchgelesen und dabei kein Vers, kein Wort, kein Buchstabe beim Vortrag ausgelassen – so unbequem oder bedeutungslos uns auch manche Geschichte erscheinen mag. Das zwingt dazu, sich auch mit schwierigen Texten auseinanderzusetzen.

Jedes Jahr im Herbst feiern Jüdinnen und Juden das Fest der Torahfreude, Simchat Torah. Dann endet der jährliche Lesezyklus der Torah und beginnt sogleich wieder aufs Neue. Dieser Gottesdienst wird in der Synagoge in großer Fröhlichkeit gefeiert: Alle Torahrollen werden aus dem Aron Hakodesch geholt und in sieben Prozessionen durch die Synagoge getragen. Man trägt den letzten Abschnitt aus Deut 33-34 vor und fängt dann gleich wieder mit dem ersten Kapitel Gen 1 an: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. (Rabbinerin Dr.in Ulrike Offenberg)

Eine christliche Stimme

Die Bibel enthält „Gottes Wort im Menschenwort“ und kann als Gottes Wort heute und für mich oder für uns wirken, weil durch und im biblischen Text Gott auch in unsere konkrete Gegenwart „sein Wort“ heute spricht.

Das liturgische Jahr beginnt in den christlichen Kirchen mit dem 1. Advent. In der Adventszeit bereiten sich Christinnen und Christen auf das Hochfest der Geburt Jesu Christi vor. Das Weihnachtsfest ist mit viel Brauchtum, Tradition und vor allem mit dem Fokus auf die Geburt Gottes als Kind verbunden. Aus biblischer Perspektive kann man sagen: Weihnachten ist eigentlich auch ein „Wortfest“. Wir feiern, dass das göttliche Wort tatsächlich Fleisch geworden ist. Dass Gott so konkret gegenwärtig ist, dass sein „Wort“ mit uns lebte: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch das Wort geworden, und ohne es wurde nichts, was geworden ist….“ (Joh. 1,1-18)

Bei der Auslegung des Bibeltextes ergänzen sich wissenschaftliche, liturgische, pastorale und individuelle Zugänge. Die Bibel inspiriert uns, denn „… in ihrem Innern (= der Bibel) hallt das Lachen des Menschen wider und fließen die Tränen, so wie sich das Gebet der Unglücklichen und der Jubel der Verliebten erhebt.“ (Dr.in Katrin Brockmöller)


“Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.”
(Lukas 6, 36)

Impuls zur Jahreslosung 2021

Die Jahreslosung ist ein Bibelwort, das von der “Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen” als eine Art Leitvers für ein Jahr ausgewählt wird – immer drei Jahre im Voraus.

An “Corona” hat niemand gedacht, als für das Jahr 2021 ein Wort Jesu aus dem Lukasevangelium als Losung bestimmt wurde: 

“Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.” (Lukas 6, 36)

Ich habe diesen Satz im griechischen Original des Neuen Testaments nachgeschlagen. Wörtlich steht da nicht: “Seid…”, sondern: “Werdet Barmherzige…”

In dieser Formulierung kommt mir der Satz näher. Leben ist Werden und Wandel. Ich muss nicht der perfekte “Barmherzige” sein. Aber ich kann vielleicht immer noch barmherziger werden…
„Werdet Barmherzige…“, da höre ich mit: Macht eure Erfahrungen. Lasst euch anrühren vom Leben mit seinen Widersprüchen, Schmerzen und ungelösten Fragen.

“Werdet Barmherzige…”

“Barmherzigkeit” ist ein Wort, das aus unserer Alltagssprache still und leise verschwindet. Vielleicht könnten wir sagen: “Werdet Mitfühlende…” Aber eigentlich kann man das Wort, das im griechischen Original steht, gar nicht mit einem einzigen deutschen Wort wiedergeben. Es hat eine Bandbreite von „mitfühlen“ über „Anteilnahme ausdrücken“ bis zur tatkräftigen Unterstützung derer, die Hilfe brauchen.

Ich weiß nicht, ob die Arbeitsgemeinschaft eine bessere Jahreslosung aussuchen hätte können, wenn sie von Corona vorausgewusst hätte: Werdet Mitfühlende, sucht und findet Worte für die Sprachlosen, werdet aktiv.

Und Jesus ist noch nicht zu Ende. Er sagt: Das alles könnt ihr werden, denn das alles ist Gott. Gott ist ein Herz voller Mitgefühl. Wenn ihr euch ihm in Stille hinhaltet, dann wird euch das Wort geschenkt, das ihr braucht. Und eure Kräfte werden sich erneuern.

Werdet Mitleidende. Werdet Wegbegleiter.
Wie Gott mitleidet und mitgeht – auch im Jahr 2021 mit seinen vielen Unbekannten.

Es grüßt Sie von Herzen Ihr Pfarrer Martin Süßer


Die Gemeindehausrenovierung ist abgeschlossen

Berichte über den Verlauf der Arbeiten jetzt im Archiv (s. Menü)


Youtubekanal der evangelischen Kirchengemeinde

Zugang zu früheren Videoaufnahmen:

https://www.youtube.com/channel/UCu-QMeAaCPrboPiOfURvEvw/videos