Kostenabrechnung
der Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten
(veröffentlicht im Gemeindebrief März 2016)

Die Gesamtkosten der Arbeiten am Kirchengebäude summieren sich abschließend auf 687.638 Euro. Damit sind zum ursprünglichen Planungswert (589.250 €) fast 100.000 € hinzugekommen.

Die Gründe für den Mehraufwand:
- unerwartete Bodenfeuchte an der Nordwand.
  Aufwendige Grabungen und Abdichtungsarbeiten wurden notwendig.
- Die Unterkonstruktion der Holzdielen musste erneuert werden,
  da stark verrottet.
- Bautechnische Zwänge machten einen Neuaufbau des Kirchenbodens
  einschließlich Estrich notwendig
- unerwartete Schäden an den Steingewänden an Fenstern, Chor und Decke.
- Zusätzlicher Aufwand für Restaurierungsarbeiten.
   Erst während der Arbeiten wurde das ganze Ausmaß an notwendigen
   Putzsicherungs- und Hinterfüllarbeiten, Kittungen im Chor und in den
   Gewölbeflächen der Sakristei sichtbar.
   Dafür fielen etwa 340 Mehrarbeitsstunden an.

Die Finanzierung sieht nun wie folgt aus:
Eigenmittel und Opfer/Spenden:
Entnahme aus Rücklagen                 30.181 €
Spenden/ Sonderopfer/ Bazarerlöse 147.834 €
Entnahme Vermögensgrundstock      13.103 €
Stiftung der Ev. Kirchengemeinde    263.200 €
(soweit nicht im Grundstock 40.000 €) Zuschüsse Dritter:
Zuschuss Denkmalschutz                 25.320 €
Zuweisung Ausgleichstock              182.320 €
(35 % aus zuschussfähigen Kosten)
Zuweisung Kirchenbezirk Böblingen    26.000 €
(5 % der zuschussfähigen Kosten)
Summe                                             687.638 €

Weitere Baumaßnahmen
Da das Kirchengebäude weder über genügend Stauraum noch über sanitäre Einrichtungen verfügt, wurde im Rahmen der Sanierung beschlossen, geeignete Räumlichkeiten in unmittelbarer Umgebung anzumieten. Ein Anbau an die Kirche wäre aufgrund der besonderen Lage nur mit extrem hohen Kosten möglich gewesen.
Wir konnten glücklicherweise eine Wohnung im „alten Schulhaus“ Schulstraße 3, das sich im Eigentum der bürgerlichen Gemeinde befindet, auf unbestimmte Zeit anmieten.

Wichtig war uns der Einbau eines behindertengerechten Sanitärraumes. Dieser steht nun den Gottesdienstbesuchern zur Verfügung und ist über den neuen rollstuhlgerechten Zugang bequem zu erreichen.

Außerdem wurden ein Abstellraum für die Kirche, eine kleine Teeküche und das neue Pfarramt II (Ost) eingerichtet. So hat Herr Pfarrer Martin Süßer endlich dauerhafte Büroräumlichkeiten erhalten.

Dieser Umbau hat insgesamt 44.200 Euro gekostet.
Ob es hier ebenfalls einen Zuschuss vom Ausgleichstock geben wird, ist noch unklar. Bisher wurde er aus unserer angesparten Rücklage bezahlt.

Rücklagen zur Hälfte verbraucht
Nach den rund 75.000 € Entnahmen aus den Rücklagen sind diese zur Hälfte verbraucht. Der Spielraum zur Finanzierung unserer weiteren Arbeit und für weitere anstehende Baumaßnahmen zum Erhalt der Gebäude wird immer enger. Daher hoffen wir noch auf weitere Spenden und Stiftungen, um die Rücklagen schonen zu können.

Ein großes Dankeschön
im Namen des Kirchengemeinderates auch an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen des großen Werkes ihre Arbeitskraft eingebracht haben und an die vielen Spender und Stifter.
Gerade vor Redaktionsschluss erreicht uns noch eine gute Nachricht: unser Engagement zur Finanzierung der Kirchenrenovierung wird mit dem Fundraisingpreis der Württembergischen Landeskirche ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung findet am 23. April in Fellbach statt. Das ist nochmals eine schöne Anerkennung an all diejenigen, die sich im Kleinen wie im Großen für das Generationenprojekt Kirchensanierung engagiert haben.

Barbara Lindau, Kirchenpflege